Die Geschichte des Bezirks Chwaliszewo
an dem Königlich-Kaiserlichen Weg

Es ist interessant zu wissen daß in Posen durch die Chwaliszewo Strasse ein Touristenweg namens "Der Königlich-Kaiserliche Weg"führt. Er verbindet besondere geschichtkiche Sehenswürdigkeiten der Stadt mit den historischen Herrscherpersonen. Seit 2005 steht der Name "Königlich-Kaiserliche Weg für ein Partnerprogramm der Stadt Poznañ mit dem Ziel der Organisation kultureller, artistischer und bildungartiger Veranstaltungen und realisiert die Vorgaben der Nationalen Entwicklungsstrategie der Kultur für die Jahre 2004-2013.


Der Wegverlauf ist eng an die Geschichte der Stadtentwicklung gebunden, mit ihren planerischen und architektonischen Aspekten. Er führt von dem ersten Herrschersitz der Piasten, über den mittelalterlichen Teil, den neuzeitlichen Teil bis zur Gegenwart. Betrachtet von Osten bis Westen beginnt er an der St. Johanneskirche in Komandoria, führt über die Mittelinsel, Dominsel, Chwaliszewo, Alten Markt, Plac Wolno¶ci, Straße des 27 Dezember, Straße Fredry und D±browskiego, bis zur Kirche Heiligen Herz Jesu und St. Florian, dem Ende des Weges auf der westlichen Seite.
Das ehemalige Prunktor zur Stadt bildete Straße Wielka, die von der Insel Chwaliszewo stadteinwärts bis zur Frontfassade am Rathaus führte. Diesen Weg nahmen alle offiziellen Besucher der Stadt Posen.
An dem Königlich-Kaiserlichen Weg befinden sich folgende historische Sehenswürdigkeiten: Rathaus aus der Renaissance Zeit, klassizistisches Gebäude der Bibliothek Raczynski und die barocke Pfarrkirche. Der Weg wird Königlich genannt, weil hier der älteste Wohnsitz der Piasten - das Pallatium von dem König Mieszko I auf der Dominsel- entstand. Das sich weiter auf dem Weg befindliche Königliche Schloß war die erste und stärkste königliche Festung in Polen. Durch die historischen Stadtteile von Posen, Alter Markt und Chwaliszewo, führte der Weg der königlichen Umzüge zu der Kathedrale auf der Dominsel, die als die älteste Begräbnisstätte der polnischen Herrscher gilt.

Der Weg wird auch Kaiserlich genannt weil hier mehrere Kaiser anwesend waren. Otto III kam nach Posen im Jahre 1000 anläßlich des Akts von Gnesen, des Besuchs beim König Boleslaus Chrobry. Napoleon Bonnaparte hielt sich in den Jahren 1806-1812 regelmäßig in dieser Gegend auf und einige Wochen lang war Posen die Hauptstadt von Europa, von hier aus leitete Napoleon seine russischen Feldzüge. Der letzte deutsche Kaiser und Preussenkönig Wilhelm II hat in Posen das Kaiserschloß gebaut.

Der Stadtteils Chwaliszewo war früher eine Insel am Fluss Warthe, mit einer Siedlung am Wasserdamm, der damals die Dominsel mit dem linken Ufer der Stadt verband. Die ersten Siedler kamen dort im IX Jh. im Zusammenhang mit dem sich auf der Dominsel befindlichen königlichen Pallatium und der Kathedrale. Die Siedlung auf der Insel Chwaliszewo war die wichtigste von den sich im Umkreis von der Dominsel befindlichen Siedlungen, weil durch sie ein Weg verlief, der die östlichen Teile des Piastenstaates mit den westlichen verband.


Ûber 700 Jahre lang war Chwaliszewo die Hauptstelle für die Wartheüberquerung. Die beide Stadtbrücken an den jeweiligen Enden der Insel sorgten für die Verbindung der Stadt mit der Dominsel. So konnten die Reisenden von osten und norden hierdurch weiter nach westen reisen. Im XV Jahrhundert hat Chwaliszewo ein Siedlungsdispens bekommen und wurde ein Städtchen mit 100 Einwohnern. Die Stadtachse bildete eine Straße, die der heutigen Chwaliszewo Straße ähnelt. Das Städtchen hatte eine eigene Verwaltung, ein Rathaus mit Turm und zwei Kirchen. Im XV Jahrhundert wurde Chwaliszewo das größte Handwerkerzentrum am rechten Wartheufer, es bildete eine bedeutende Konkurrenz für Poznañ.

Im Jahre 1800 hatte das Städtchen 1500 Einwohner und über 100 Häuser. Es wurde damals in die Stadtgrenzen einverleibt. 1809 hatte man es mit dem Hauptteil der Stadt mittels einer neuen Brücke mit Steinwiderlagern verbunden. Die niedrige Bebauung des XIX Jh. hat man mit mehrstöckigen Gründerzeit- und Jugendstilhäusern ersetzt. Der Stadtteil bekam ein Charme und wurde eines der Hauptmotive der Stadt für die damaligen Postkarten. Der größte Teil der Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg nicht überdauert. Es fiel fast 90% der Bausubstanz zu Opfer. Der Wiederaufbau umfaßte wesentlich niedrigere und bescheidenere Häuser. Gegenwärtig verblieben nur wenige prachtvolle Häuser, unter anderen ein rekonstruiertes Wohnhaus aus dem XIX Jh. unter Chwaliszewo 72, wo im Erdgeschoß Galeria Mokra ihren Sitz hat.

Ab den ersten Jahren des XXI Jh. nach einer langen Pausenzeit erfährt Chwaliszewo eine sichtbare Restaurierung der Gebäude. Neben einem Wohnprojekt gemischt mit Dienstleistungseinheiten, genannt Nowe Chwaliszewo, entstehen ein Erholungspark und ein Sandstrand an der Warthe, verbunden mit umgebender Gastronomie.
Quellen:
-Wikipedia
-chwaliszewo.pl

Antyki Galeria Mokra, ul. Szewska 3/1, 61-760 Poznan
telefon: +48 618518737, +48616394848, mail: info@galeriamokra.pl

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